Generalversammlung

Gremiensprache: Deutsch

Die Generalversammlung (General Assembly, kurz UNGA) ist die Vollversammlung der 193 Mitgliedsstaaten der UN. Jeder Mitgliedsstaat verfügt über eine Stimme. Damit wird die Generalversammlung dem Prinzip der souveränen Gleichheit und der Idee, allen Mitgliedern eine Stimme zu geben, am ehesten gerecht. Jährlich tritt die Generalversammlung im UN-Hauptquartier in New York City zusammen. 
Die GV darf sich mit praktisch jedem Thema auseinander setzten, das von internationaler Bedeutung ist und nicht von dem Sicherheitsrat behandelt wird. Auch zu ihren Aufgaben gehört die Verabschiedung des UN-Haushaltes (UN-Charta Art. 17) und die Aufnahme neuer Mitgliedsstaaten.

Die Entscheidungen (Resolutionen) der Generalversammlung sind völkerrechtlich nicht bindend, sondern nur von empfehlender Natur, werden aber meistens im Konsens mit allen Mitgliedsstaaten, das heißt einstimmig, getroffen.
Nur bei internen organisatorischen Fragen, wie der Haushaltsplan, kann die Generalversammlung als oberstes Organ der Vereinten Nationen bindende Entscheidungen treffen.

Themen MUNHN 2020:

Verbesserung der Chancengleichheit im Bildungssystem

Alle Kinder und Jugendliche sollten die gleichen Chancen auf gute Bildung haben. Diese Forderung ist in allen Ländern der UN durch Artikel 26 der Menschenrechte gesichert, doch in der Praxis sieht es oft anders aus: Die Bildungsaussichten hängen heutzutage sehr stark vom Entwicklungsstand des Heimatlandes, dem Geschlecht, der Religion und der sozialen Stellung der Familie ab. Da nur gleichwertige Bildung auch für gleichwertige Lebensverhältnisse sorgen kann, hat sich die Generalversammlung dazu entschlossen, das Thema zu behandeln.

Internationale Terrorismusbekämpfung

Terrorismus ist eine ständige Bedrohung für die Freiheit aller Menschen, deshalb setzt die Generalversammlung die „Internationale Terrorismusbekämpfung“ als Tagesordnungspunkt auf ihre Agenda. Terroristische Anschläge sind tief in unserer Erinnerung verankert, sie versetzen uns in Angst und Trauer und verändern langfristig unser Denken und Handeln. Die Furcht vor weiteren Attentaten ist groß. Es ist demnach die Pflicht aller Staaten der Vereinten Nationen, nach Wegen des Umgangs mit der terroristischen Bedrohung zu suchen und Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus ergreifen.

Abkommen zum Schutz des Regenwaldes

Der Regenwald ist eines der Kippelemente des Klimawandels, wird weiterhin in der gleichen Intensität wie heute Waldfläche abgeholzt, ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten. Momentan gibt es kein internationales Abkommen, sondern einzig nationale Übereinkünfte. Insgesamt stehen nur 47% der Regenwälder unter Schutz. Aufgrund der Unaufschiebbarkeit des Problems hat sich die Generalversammlung das Thema auf ihre Agenda gestellt.